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Außenhandel 2020 mit geringerem Überschuss

  • Foto del escritor: Argentinisches Tageblatt
    Argentinisches Tageblatt
  • 28 ene 2021
  • 2 Min. de lectura

Die argentinische Handelsbilanz schloss 2020 mit einem Überschuss von 12,53 Mrd., 21,6% unter dem Vorjahr, teilt das INDEC mit. Das Ergebnis wurde stark durch den Monat Dezember beeinflusst, in dem zum ersten Mal in 16 Monaten ein Defizit ausgewiesen wurde, das u$s 364 Mio. erreichte. Der gesamte Außenhandel (Importe plus Exporte) lag 2020 mit u$s 97,24 Mrd. um 14,9% unter 2019.

Die Exporte erreichten u$s 54,88 Mrd., 15,7% unter dem Vorjahr, was einen Verlust von u$s 10,23 Mrd. darstellt. Von den Exporten entfielen u$s 16,22 Mrd. auf primäre Produkte (Landwirtschaft und Bergbau), u$s 21,78 Mrd. auf verarbeitete landwirtschaftliche Produkte (Fleisch, Speiseöl, Sojamehl u.a.), u$s 13,31 Mrd. auf reine Industrieprodukte (an erster Stelle Kfz, die nach Brasilien geliefert werden) und u$s 3,57 Mrd. auf Brennstoffe und Energie. Der Exportrückgang ist auf einen Preisrückgang von durchschnittlich 13,2% und einen Mengenrückgang von 2,9% zurückzuführen.

Die Importe betrugen u$s 42,35 Mrd., 3,8% unter dem Vorjahr.Von den Importen entfielen u$s 16,76 Mrd. auf Rohstoffe und Halbfabrikate, u$s 7,37 Mrd. auf Kapitalgüter, u$s 7,59 Mrd. auf Zubehör- und Ersatzteile von Kapitalgütern, u$s 6,01 Mrd. auf Konsumgüter, u$s 2,54 Mrd. auf Brennstoffe, u$s 1,61 Mrd. auf Kfz, und u$s 356 Mio. auf den Rest. Die Brennstoff- und Energiebilanz (Erdöl und Erdölprodukte, Gas, und Strom) schloss 2020 mit einem Überschuss von u$s 928 Mio.

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Die Handelsbilanz war besonders im Dezember 2020 sehr ungünstig, mit Exporten von u$s 3,54 Mrd. (-34% gegen Dezember 2019), und Importen von u$s 3,91 Mrd. (+24,7%). Der Monat Dezember wurde durch die hohe Marge zwischen dem offiziellen und dem freien (schwarzen) Kurs beeinflusst, da viele Güter, deren interne Preise auf Grund des offiziellen Wechselkurses berechnet werden, von Käufern bezogen wurden, die Dollarguthaben besaßen und somit den Preis zum freien Kurs umrechneten, und dabei zu einem sehr günstigen Preis gelangten. Auch führte diese Lage zu Überfakturierung bei Importen und Unterfakturierung bei Exporten. Im Dezember ist die Unhaltbarkeit der hohen Marge zwischen den Devisenkursen voll zum Ausdruck gekommen, die eine verheerende Wirkung auf die Zahlungsbilanz hat.

Von den Handelspartnern stand 2020 Brasilien an erster Stelle, gefolgt von China und mit Abstand von den USA. Mit Brasilien hatte Argentinien 2020 ein Defizit von u$s 729 Mio. (Exporte von u$s 7,96 Mrd. und Importe von u$s 8,68 Mrd.). Mit China ergab sich ein Handelsbilanzdefizit von u$s 3,27 Mrd. (Exporte von u$s 5,39 Mrd. und Importe von u$s 8,66 Mrd-). Mit den USA ergab sich ein Defizit von u$s 1,1 Mrd. (Exporte von u$s 3,31 Mrd. und Importe von u$s 4,41 Mrd.). Diese drei Staaten sind für 30,4% der argentinischen Exporte und 51,4% der Importe verantwortlich. Der Außenhandel mit anderen Staaten wies einen hohen Überschuss für Argentinien aus, der insgesamt u$s 17,63 Mrd. betrug.

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